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ZAS: Neuer Rekord bei Anliefermenge

Artikel im Alt-/Neuöttinger Anzeiger vom 21.06.2018

Zweckverband zieht positive Bilanz: Gewinn trotz Senkung der Anlieferentgelte für Verbandsmitglieder

Landrat Erwin Schneider, Vorsitzender des Zweckverbands Abfallverwertung Südostbayern (ZAS), hatte es bei der 39. Verbandsversammlung im Dezember bereits prophezeit: "Wir werden heuer die nächste Schallmauer durchbrechen." Er sollte Recht behalten: Der Zweckverband hat 2017 die größte Müllmenge seit Inbetriebnahme des Müllheizkraftwerkes Burgkirchen im Jahr 1994 angenommen.

Der bisher höchste Wert aus dem Jahr 2016 wurde nochmals um 3500 Tonnen auf 240100 Tonnen gesteigert. Im Wirtschaftsplan hatte man mit einer Anliefermenge von 230000 Tonnen kalkuliert. "Das ist doch eine sehr erfreuliche Entwicklung", sagte Josef Konhäuser, der stellvertretend für den Traunsteiner Landrat Siegfried Walch zur Sitzung des Werkausschusses gekommen war. Und auch alle anderen Vertreter der Verbandsmitglieder zeigten sich zufrieden und nahmen den Zwischenbericht von Werkleiter Martin Moser für das zweite Halbjahr 2017 am Montagnachmittag auf dem Gelände in Bruck zustimmend zur Kenntnis. Vergessen waren die hitzigen Debatten um Millionen-Rücklagen bei den letzten beiden Zusammentreffen.
"Die verbrannte Menge konnte auf nahezu 245 000 Tonnen gesteigert werden", führte Moser aus. Wobei im Berichtsjahr erstmals 1819 Tonnen Deponiesickerwasser "mitverbrannt" wurden. Wie der technische Werkleiter Hubert Bartylla erläuterte, werde dadurch die Temperatur im Feuerraum gesenkt. Als Folge könne man dann "mehr Müll durchschieben".
Über 9000 Euro konnte der ZAS durch diese Eindüsung erlösen. Insgesamt belaufen sich die Umsatzerlöse des Zweckverbands auf über 32 Millionen Euro. Das sind zwar knapp 1,5 Millionen Euro weniger als 2016, doch dafür gibt es einen Grund: "Für die Verbandsmitglieder sind 2017 die Anlieferentgelte gegenüber dem Vorjahr um 20 Euro je Tone gesenkt worden", erläuterte Moser.

Für den Landkreis Altötting liegen sie damit bei 62 Euro pro Tonne, für die restlichen Landkreise mit Ferntransport bei 108 Euro pro Tonne. "Damit sind wir momentan die Billigsten im Vergleich mit anderen bayerischen Müllverbrennungsanlagen", freute sich Landrat Schneider. Durchschnittlich 106 Euro pro Tonne seien anderswo üblich.
Dass der große Preisunterschied von 100 Euro zwischen Gewerbemüll und Hausmüll die Versuchung entstehen lassen könne, Gewerbemüll zu Hausmüll zu machen, dessen sei man sich beim ZAS durchaus bewusst. Doch: "In großen Mengen kann das nicht passieren", versicherte der Verbandsvorsitzende. Da gebe man beim ZAS, so Moser, "gut obacht".
Die Umsatzerlöse aller Müll-Anlieferungen bei der ZAS ergeben in Summe rund 27 Millionen Euro. Sehr erfreulich seien hier die Einnahmen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro durch die Müllanlieferung des Landkreises Ebersberg, einem neuen Kunden des ZAS. Moser dazu: "Die Anlieferpreise bei den sonstigen Anlieferungen konnten auf hohem Niveau noch optimiert werden, da die Nachfrage nach Verbrennungskapazitäten weiter erfreulich stabil ist."
Mit Dampf nahm der Zweckverband knapp drei Millionen Euro ein, rund eine halbe Millionen Euro mehr als 2016. Die Stromerlöse konnten um 215000 Euro auf rund 2,4 Millionen Euro ebenfalls gesteigert werden. Und mit den abgegebenen Metallen aus dem Diskabscheider, dem Salz und mit Miet- und Pachteinnahmen wurden im Berichtsjahr 136 000 Euro erlöst – 43 000 Euro mehr als in der Vorperiode.
Auf der Aufwandseite konnten gegenüber dem Vorjahr Reduzierungen realisiert werden, führte der Werkleiter weiter aus. So wurden beispielsweise die Kosten für Müllumleitungen zu Kooperationspartnern um über eine Million Euro auf 475 000 Euro "stark verringert". Niedriger fielen auch die Materialaufwendungen aus. Die Zinserträge seien hingegen höher als im Wirtschaftsplan kalkuliert. Außerdem musste der Zweckverband "bis dato noch keine negativen Zinsen für die Festgeldanlagen zahlen", wie Moser erläuterte.

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