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Ist der Müllzug abgefahren?

Artikel im Alt-/Neuöttinger Anzeiger vom 10.11.2017

Strecke Marklkofen – Neumarkt-St. Veit stillgelegt – ZAS hofft auf neuen Betreiber

Burgkirchen. Die drohende Stilllegung der Bahnstrecke Neumarkt-St. Veit – Marklkofen hat den Werkausschuss des Zweckverband Abfallverwertung Südostbayern in seiner Sitzung am Mittwoch beschäftigt.

Auf dieser knapp 23 Kilometer langen Industriebahnstrecke wurde seit über 20 Jahren der Hausmüll aus dem Landkreis Dingolfing-Landau zur Entsorgung ins Müllheizkraftwerk Burgkirchen gebracht; das sind pro Jahr gut 20000 Tonnen. Betreiber der Strecke ist zurzeit ist die Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE). Nachdem die Bahnstrecke seit 9. Oktober aus technischen Gründen gesperrt ist, kommt der Restmüll per Lkw nach Burgkirchen, wie technischer Werkleiter Robert Moser am Mittwoch informierte – fünf bis sechs Container täglich. Der Antransport gestalte sich nicht ganz unproblematisch, weil der Orgazitberg am Werk Gendorf nicht zur Nutzung freigegeben sei und es aus Neuötting die Anfrage gegeben habe, die Bahnhofstraße zu meiden, informierte Moser.

RSE habe mitgeteilt, die Strecke nicht weiterbetreiben zu wollen, weil langfristig Investitionen von ca. 5 Millionen Euro nötig wären. Moser zeigte drei Möglichkeiten auf, wie weiterverfahren werden könnte: Entweder stelle man ab sofort auf Lkw-Transport um oder man suche einen neuen Nutzer oder man betreibe die Bahnlinie selbst.

Marklkofens Bürgermeister Peter Eisgruber appellierte, weiter auf die Schienenlösung zu setzen, weil seine Gemeinde sonst noch stärker mit Lkw-Verkehr belastet werde: 50000 Lkw-Bewegungen im Jahr seien es jetzt schon, die Mülltransporte bedeuteten 1500 weitere. Das Unternehmen Bayernbahn habe Interesse an einer Übernahme. Eisgruber kritisierte die RSE, die viel Geld verdient, aber kaum reinvestiert habe; außerdem enthalte sie der Bayernbahn Streckendaten vor. Der Bürgermeister hofft, dass eine Gesprächsrunde mit allen Verfahrensbeteiligten am 1. Dezember eine Lösung in Aussicht bringt.

Auf den Weiterbetrieb der Schiene setzt auch der ZAS. Vorsitzender Erwin Schneider, Landrat von Altötting, betonte: "Selber machen, geht nicht." Die Kosten wären zu hoch und die Müllgebühren müssten steigen, sagte auch sein Mühldorfer Kollege Georg Huber, der hoffte, dass man beim Freistaat eventuell Zuschüsse für die Sanierung bekommen könnte.

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